Wir halten Sie auf dem Laufenden

Wir informieren Sie regelmäßig über Neuigkeiten rund um das Steuerwesen und unsere Kanzlei.

 

Gesetzliche Änderungen ab 1.1.2020

 

Arbeitslosenversicherung: Beitrag gesenkt

Der Beitragssatz zur Arbeitsförderung wird ab 1. Januar 2020 befristet bis zum Ende des Jahres 2022 auf 2,4 Prozent gesenkt.

 

Mindestausbildungsvergütung: 515 Euro

für alle Berufsausbildungen, die ab 1. Januar 2020 begonnen werden.

 

Unverändert: Rentenversicherungsbeitragssatz und Insolvenzgeldumlagesatz (02.01.2020)

 

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Ab 01.01.2020: Gesetzlicher Mindestlohn: 9,35 Euro

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab dem 1. Januar 2020 brutto 9,35 Euro je tatsächlich geleisteter Arbeitsstunde. Für einzelne Branchen gelten abweichende Mindestlohnsätze, so z.B. in der Pflege (West) von 11,35 Euro je Stunde. (02.01.2020)

 

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Reisekosten ab 1.1.2020: Neue Übernachtungspauschale für Lkw-Fahrer, Verpflegungspauschalen erhöht

Neu: Lkw-Fahrer können bei Übernachtung im eigenen Fahrzeug eine lohnsteuer- und sozialversicherungsfreie Übernachtungspauschale von 8 Euro je Nacht erhalten. Die bisherigen Verpflegungsmehraufwandspauschalen steigen für mehr als 8 Stunden Abwesenheit oder An- /Abreisetag auf 14 Euro (bisher: 12 Euro), bei mehr als 24 Stunden Abwesenheit auf 28 Euro (bisher: 24 Euro). (02.01.2020)

 

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Freiberufliche Heilberufler

Das aktuellen Schreiben des Bundesfinanzministeriums beschäftigt sich mit der ertragsteuerlichen Einordnung von Berufsangehörigen der Heil- und Hilfsmittelbranchen. Enthalten ist auch eine klarstellende Auflistung von freiberuflich zu behandelnden Tätigkeiten.

Soweit Heil- oder Heilhilfsberufe nicht zu den Katalogberufen zählen, sind sie einem solchen ähnlich, wenn typische Merkmale des Katalogberufs vergleichbar sind. Kriterien dafür: Vergleichbarkeit der Ausbildung, ähnliche  Berufszugangsbestimmungen oder die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Ausübung.

Damit sind z.B. die Tätigkeiten von Altenpflegerinnen, Diätassistenten, Ergotherapeutinnen, Hebammen, Krankenpflegern, Logopädinnen, ergotherapeuten, Orthoptisten, psychologischen Psychotherapeutinnen und Rettungsassistenten grundsätzlich freiberuflich.

(BMF, 20.12.2019)

 

HOAI verstösst gegen Dienstleistungsrichtlinie

Die in der HOAI festgelegten Mindest- und Höchstsätze für Planungsleistungen von Architekten und Ingenieuren erfüllen die Bedingung der Verhältnismäßigkeit auf Grund eines Allgemeininteresses nicht.

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Pflegekräfte in stationären Pflegeeinrichtungen sind regelmäßig sozialversicherungspflichtig

Honorarpflegekräfte in stationären Pflegeeinrichtungen sind wegen ihrer Tätigkeit als nicht selbständig anzusehen. Weder bestehen Unternehmerische Freiheiten noch sind die Kräfte nicht in den organisatorischen Ablauf eingegliedert.

(BSG 07.06.2019)

 

Ermäßigte Besteuerung gilt bei Überstundenvergütung für mehrere Jahre

Überstundenvergütungen, die für mehrere zurückliegende Jahre in einer Summe ausbezahlt werden, sind außerordentliche Einkünfte und daher nach der sogenannten Fünftel-Regelung ermäßigt zu besteuern.

(FG Münster, 03.06.2019)

 

Steuerermäßigung wegen Unterbringung in einem Pflegeheim

Die Aufwendungen, die einem Steuerpflichtigen wegen der Unterbringung in einem Heim oder wegen dauernden Pflege erwachsen, kann er nur dann steuerermäßigend absetzen, wenn sie seine eigene Pflege und Unterbringung betreffen.

Aufwendungen, die er für seine Mutter trägt sind mit § 35a Abs. 2 Satz 2 EStG nicht steuermindernd ansetzbar.

(BFH vom 29.5.2019)

 

Wiederholte befristete Zuordnung zu einer Arbeitsstätte begründet keine erste Tätigkeitsstätte

Wird ein Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber wiederholt zeitlich befristet an einen von dessen Auftraggeber bestimmten Tätigkeitsort (hier:Baustelle) abgeordnet, begründet er dort keine erste Tätigkeitsstätte- auch dann nicht, wenn die Tätigkeitszeit insgesamt  nicht unterbrochen wird und länger als vier Jahre dauert.

(FG Münster vom 15.05.2019)



Weitere Änderungen erfahren Sie gerne bei einem Beratungsgespräch in unserer Kanzlei.